Leipziger Studie: Senkrechte Solarpanele machen Stromspeicher teilweise überflüssig

Leipziger Studie: Senkrechte Solarpanele machen Stromspeicher teilweise überflüssig

Rund 58 Gigawatt Strom können Solarzellen derzeit in das deutsche Stromnetz maximal einspeisen. Das Problem: Die meisten Photovoltaikmodule sind nach Süden ausgerichtet. Das bedeutet: Ihre Stromproduktion steigt am Morgen langsam an, erreicht am Mittag ihren Höhepunkt und sinkt zum Abend hin wieder ab. Gerade Privatverbraucher nutzen Strom aber meistens in den Morgen- und Abendstunden. Stromspeicher teilweise überflüssig – wenn man die Ausrichtung senkrecht stellt.

Um diese Abweichung zwischen Verbrauch und Erzeugung auszugleichen setzten viele Energiewendekonzepte bislang vor allem auf Zwischenspeicherung des Stroms in Akkus. Doch es gibt noch eine andere Möglichkeit, wie jetzt eine Studie von Forschenden der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) in Leipzig zeigt. Senkrecht aufgestellte, zweiseitige PV-Zellen, die sowohl nach Osten als auch nach Westen zeigen, könnten vor allem morgens und abends Strom liefern und den Bedarf nach Speichermöglichkeiten erheblich reduzieren.

10,2 Megatonnen CO2 können durch 75 Prozent vertikale Solarmodule gespart werden

Im Fachjournal “Smart Energy” berichten Sophia Reker und Kollegen von den Ergebnissen ihrer Berechnung, wie die deutsche Stromerzeugung verändert werden müsste, um bis zum Jahr 2030 den Ausstoß von CO2 im Vergleich mit dem Jahr 1990 um 80 Prozent zu reduzieren. Das entspricht den Klimaschutzzielen der EU und der Bundesregierung. Demnach müsste einerseits die Stromproduktion mit Windenergie von derzeit 64 Gigawatt auf dann 195 Gigawatt mehr als verdreifacht werden.

Andererseits soll die Leistung von Photovoltaik von derzeit 58 Gigawatt auf dann 380 Gigawatt sogar mehr als verfünffacht werden. Um diesen hohen Zubau zu ermöglichen, setzen viele Konzepte auf sogenannte Agri-Photovoltaik, also die Integration von Solarmodulen auf Feldern, die gleichzeitige Landwirtschaft und Stromernte möglich machen.

Laut der Modellrechnung von Sophia Reker könnten bis 2030 bis zu 10,2 Megatonnen CO2 eingespart werden, wenn 80 Prozent der dann benötigten Solarstromproduktion von senkrecht aufgestellten, zweiseitig nach Osten und Westen ausgerichteten Agri-PV-Modulen kommt. Hierfür wären laut den Forschern keinerlei zusätzliche Stromspeicherkapazitäten notwendig – Stromspeicher teilweise überflüssig.

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