Unterschied zwischen Solar und Photovoltaik

Der Unterschied zwischen Solar und Photovoltaik und deren Nutzung

Wir alle wissen, dass eine Solaranlage, Solarthermieanlage und Photovoltaik Sonnenenergie in eine andere Energieform umwandelt. Trotzdem sind diese Begriffe nicht synonym zu verwenden, denn da gibt es einige wichtige Unterschiede, über die jeder Bescheid wissen sollte. Während eine Photovoltaik Strom produziert, erzeugt eine solarthermische Anlage nur Wärme. Wärme oder Strom aus Solarenergie ist die nachhaltigste Art der Energiegewinnung. Dabei ist die auf der Oberfläche unserer Erde eintreffende Strahlungsenergie abhängig vom Sonnenabstand zur Erde (Jahreszeit) und der Tageszeit.

Alle, die von den Energiepreisen weitestgehend unabhängig werden und gleichzeitig Energiekosten sparen wollen, finden in einer Solaranlage eine interessante Alternative. Da die Anschaffungskosten für diese Anlagen in den letzten Jahren stark gesunken sind, erfreuen sie sich einer immer größeren Beliebtheit.

So funktioniert eine thermische Solaranlage

Die solarthermische Nutzung von Sonnenenergie ist gar nicht so ganz neu, sondern geht bis 800 v. Chr. zurück, als für Hohl- und Brennspiegel die Sonnenstrahlen zusammengeführt wurden. Erst im 18. Jahrhundert erfand der Forscher Horace-Bénédict einen Vorläufer der heutigen Sonnenkollektoren. Interessant wurde die Erfindung dann allerdings erst zur Zeit der Ölkrise um 1970, als nach alternativen Energiequellen gesucht wurde.

Im Gegensatz zu PV (Photovoltaik)-Modulen handelt es sich bei Solarthermie-Modulen um schwarze Platten, die auch als Flachkollektoren, Rohre beziehungsweise Vakuumröhrenkollektoren bezeichnet werden. Diese Solarthermie-Module werden Solarkollektoren genannt, da sich diese aufgrund ihrer schwarzen Farbe maximal mit Wärme aufladen. Die Trägerflüssigkeit (Frostschutzmittel) in ihrem Inneren nimmt die Wärme auf und transportiert diese zum Solarspeicher, wo der Übertrag auf das Wasser für den täglichen Gebrauch oder das Heizsystem erfolgt. Dabei sind Kombinationen von Solarthermie und PV-Systemen ebenfalls möglich. Die Größe der Solarkollektoren sollte natürlich genau auf den Warmwasserbedarf der Nutzer abgestimmt sein, da bei überschüssiger Wärme nicht die Möglichkeit besteht, diese wie Strom ins Netz einzuspeisen.

Solarstrom vom eigenen Dach ist optimal, da man damit die Stromrechnung stark minimieren kann. Wie viel jeder zukünftig sparen kann, hängt natürlich vom jeweiligen Warmwasserbedarf ab. Online lässt sich das aber mit einem kostenlosen Solarstromrechner ermitteln. Dafür entscheidend sind beispielsweise Faktoren wie die Anzahl der in der Einheit lebenden Personen und ob spezielle Extras wie ein beheizter Pool oder ein Treibhaus zu versorgen sind.

Natürlich ist Solar nicht nur für Eigenheimbesitzer eine Option, sondern industrielle Wärme kann ebenfalls durch thermische Solarkraftwerke erzeugt werden. Dabei funktionieren thermische Solarkraftwerke wie thermische Solaranlagen aber eben nur mit sehr hohen Temperaturen und in einem sehr viel größeren Maßstab. Allgemein wird die Wärmeenergie für die Industrie in Strom umgewandelt, diese kann jedoch ebenfalls als Wärmeenergie für chemische Prozesse unmittelbar eingesetzt werden.

Die Amortisationszeiten von solarthermischen Anlagen können sich durchaus sehen lassen. So beträgt die finanzielle Amortisation etwa acht Jahre, während die Energetische schon bei 1,5 Jahren liegt.

Strom vom Dach zum Nulltarif

Photovoltaikanlagen werden gemeinhin ebenfalls als Solaranlagen bezeichnet. Diese bestehen aus Solarmodulen, die die Sonnenergie in elektrische Energie (Strom) umwandeln. Diese elektrische Energie kann für den Eigenbedarf genutzt, mit Energiespeichern gespeichert oder in das öffentliche Netz eingespeist werden. Ein Optimum an Strom wird erzielt, wenn das Hausdach nach Süden ausgerichtet ist, wobei die Module einen Neigungswinkel von etwa 30 Grad haben sollten. Die Praxis zeigt, dass geringe Abweichungen davon keinen großen Einfluss auf den Ertrag haben. Um die Anlage wirtschaftlich optimal auszulasten, sollte in jedem Fall eine professionelle Beratung hinzugezogen werden. Externe Berater können dabei auch über die möglichen Fördermöglichkeiten informieren.

Dank einer Lebensdauer von 25 Jahren bis 30 Jahren und der höheren Effizienz amortisieren sich die Photovoltaikpaneelen innerhalb von 1,5 Jahren bis 6 Jahren. Dabei stimmt auch das Argument nicht mehr, dass diese viel zu teuer wären. Denn der Strom von einer eigenen Photovoltaikanlage ist inzwischen bedeutend günstiger als der konventionelle Strom von einem Energieversorger.

Der beste Zeitpunkt um auf Solar umzustellen

Da der hauseigene Strom vom Dach bereits heute günstiger ist als der von einem Energieversorger, lohnt sich Solar immer. Da gibt es auch keine Unterschiede zwischen Solarthermien oder PV-Anlagen.

Speziell bei Neubauten ergeben sich eine Reihe von Vorteilen, wenn eine Solaranlage sofort in die Planung mit einbezogen wird. Diese können das Heizsystem, die Wärmedämmung als auch die Ausrichtung des Dachs und dessen Dachneigung betreffen.

Die wichtigsten Fakten und Unterschiede zwischen Solar und Photovoltaik

Zusammengefasst:

  • Eine Solarthermie erzeugt zum Beispiel für eine Warmwassernutzung Wärme, während Photovoltaik Strom erzeugt, mit dem man elektrische Geräte betreiben kann.
  • Eine Solarthermie nutzt Kollektoren zur Energiegewinnung, während Photovoltaikanlagen Module zur Stromerzeugung verwenden, die aus Solarzellen bestehen.
  • Solarthermie- als auch Photovoltaikanlagen werden als Solaranlagen bezeichnet.
  • Äußerlich sind Solarkollektoren auf dem Dach an ihren parallelen Linien beziehungsweise Streifen zu erkennen und Photovoltaikmodule an deren quadriertem Muster.

Förderung von Solaranlagen

Photovoltaikanlagen sind zum Beispiel eine interessante Investition, da man damit Stromkosten einsparen und nicht genutzte Energie für 7 ct/kWh ins öffentliche Netz einspeisen kann, was einem vom Staat für 20 Jahre garantiert wird. Das gilt sowohl für Privatpersonen als auch Unternehmen. Dazu kommen noch diverse Förderprogramme und Zuschüsse bis zu 10 Prozent und mehr auf die Kosten der Investition. Da die Förderung der Solaranlagen zukünftig schrittweise reduziert wird, sollte man keine Zeit verlieren und sich entsprechend beraten lassen.

So unterstützt zum Beispiel die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) mit ihren KfW-Darlehen die Sanierung oder den Erwerb von Immobilien
als auch Bestandsimmobilien beim Umbau auf erneuerbare Energien. Dazu kommen noch diverse Förderprogramme der einzelnen Bundesländer.

Wer also ein energieeffizientes Bauen oder Sanieren plant, sollte sich vorher kompetent beraten lassen, denn dabei kann es um viel Geld gehen.

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